Lager 2016

 

Lagerbericht Jungenlager 2016


In diesem Jahr verschlug es uns wieder einmal in das schöne Fürstenberg bei Bad Wünnenberg. Dieser kleine und unscheinbare Ort, der dennoch viel zu bieten hat, sollte also für 14 Tage das zuhause unserer großen Gemeinschaft werden. Nach dem Reisesegen am Samstag, den 9. Juli begaben wir uns auf ein Survival-Abenteuer, wie es Rüdiger Nehberg nicht hätte besser erleben können. Mit Sack und Pack ging es also los in Richtung Fürstenberg. Nachdem wir dort angekommen waren, ging es erst einmal darum seinen Schlafplatz einzurichten. Unter dem Motto „Der Knispel ist ein Rudeltier – gemeinsam überleben wir“ wussten alle: Das wird wieder ein super Lagerjahr!

Am Anfang der ersten Woche standen zunächst die typischen Dinge auf dem Tagesplan. Die Gruppen mussten gestaltet und das Lagerkreuz aufgestellt werden. Stolz trugen die Knispel den Stamm für das Kreuz zur Halle. Nachdem es aufgestellt und das Banner gehisst war, galt es dies bis zum Ende des Lagers vor Überfällen zu verteidigen.

An den drauffolgenden Tagen ging es dann wegen des wirklich sehr guten Wetters weiter mit den verschiedensten Aktionen unter freiem Himmel. Es wurde wieder einmal viel gebaut. Darunter z.B. Pfeil und Bogen und Flitschen. Einmal konnten wir in der ersten Woche sogar ins Freibad gehen und dort einen ganzen Tag verbringen. Auch der Wasserschlauch sorgte während des heißen Wetters des Öfteren für eine schöne Abkühlung. Am Mittwoch startete dann der Stationslauf, bei dem die Knispel in gemischten Gruppen versuchen müssen möglichst erfolgreich die verschiedensten Spiele zu meistern. Weiter ging es mit für das JL typischem Gruppenprogramm, wie das Batiken von T-shirts und viel Fußball.

Auch die Lagerrunden kamen nicht zu kurz. Deshalb fand am Samstag die bereits 2. davon statt, bei der sowohl Leiter, als auch Knispel viel Spaß hatten. Es wurden viele Spiele gespielt und traditionelle Lieder aus der Mundorgel gesungen. Bei Klassikern wie „Heute hier, morgen dort“ oder „Hohe Tannen“ gaben alle ihr bestes.

In der Mitte des Lagers kamen wir zum Schützenfest, bei dem das Vogelschießen und ein großes Schützenfestspiel auf dem Plan standen. Die weiteren Details dazu könnt ihr unten im Bericht des Mädchenlagers nachlesen.

Die zweite Woche war gerade angebrochen und schon ging es weiter mit verschiedensten Aktionen. Wieder konnten wir einen halben Tag im Freibad verbringen, da es wirklich sehr, sehr heiß war. Beim Leitertausch kamen die Leiterinnen morgens zum Wecken der Knispel, was zunächst zu grimmigen Gesichtern bei den Knispeln führte. Jedoch hatten die Mädels eine ganze Menge Spaß im Gepäck! Bei einem Hindernislauf, der einige Knispel in eine braune Schlammschicht hüllte, wurden alle Erwartungen übertroffen und alle fuhren abends mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach zurück.

Zwei verbliebene Tage waren es dann noch. Hier wurden die letzten Projekte fertiggestellt. Unter anderem wurden Bumerangs und Fackeln gebaut. Eine Gruppe fertigte sich sogar aus einer Lehm-Konstruktion einen Pizzaofen, der in vielen Phasen ausgebrannt und verhärtet wurde.

„Fußball ist unser Leben, König Fußball regiert die Welt“ tönte es am letzten Donnerstag zum Wecken aus den Boxen. In den ersten beiden Programmen wurde das Fußballturnier unter den Gruppen zum spannenden Kampf, um den ersten Platz. Nach dem Turnier spielten dann noch die Knispel gegen die Leiter in einer Partie, die es in sich hatte. Die Leiter konnten den Sieg gerade so über die Zeit bringen und gewannen letztendlich.

Der letzte Abend wurde traditionell von den Ältesten Knispeln vorbereitet. Bei einer Mischung aus Lagergericht und Schlag die Leiter kochten die Emotionen fast durchgehend sehr hoch. Die Knispel feuerten sich gegenseitig so gut an, dass sie am Ende sogar klar gegen die Leiter gewannen. Das war wohl die Revanche für das verlorene Fußballspiel. Doch die Knispel bewiesen ein weiteres Mal, dass sie während der zwei Wochen zu einem echten Team geworden waren.

Alle Leiter stellten in diesem Jahr ein wirklich sehr kreatives Programm auf die Beine, sodass Langeweile ein absolutes Fremdwort war. An dieser Stelle kann man sich nochmal bei allen bedanken, die ein so tolles, hammermäßiges Jahr organisiert und durchgeführt haben. Vielen Dank dafür! Wir sehen und 2017 in unserem Jubiläumsjahr!

JW

 

 

Lagerbericht Mädchenlager 2016 Borgentreich

 

Am 09.07.2016 war es endlich wieder so weit: Zwei Wochen Ferienlager!

Nach dem Reisesegen ging es für das Mädchenlager in diesem Jahr erstmals nach Borgentreich. Unter dem Motto “Auf dem Teppich Hand in Hand, fliegen wir ins Morgenland“ waren wir bereit für zwei Wochen Spaß und Abenteuer.

Nachdem die ersten Tage das Dorf erkundet, das Kreuz aufgestellt und die Halle entsprechend dem Motto gestaltet wurde, ging es auch schon los in den normalen Lageralltag. Die Leiter der jeweiligen Gruppen haben die Knispel jeden Tag mit einem neuen kreativen Programm überrascht. Es wurden unter anderem Kirschkernkissen hergestellt, Tassen bemalt, gebatikt oder Wikingerschach gespielt.

Am Mittwoch fand der traditionelle Stationslauf statt. Dazu kam das JL zu uns nach Borgentreich. Jungs und Mädchen wurden in 10 gemischten Gruppen losgeschickt und mussten als Team Aufgaben erfüllen. Es wurden Spiele gespielt wie Eierwerfen oder Buchstabensalat, Lieder mussten erraten werden oder die Kinder sollten sich in einer bestimmten Reihenfolge aufstellen, ohne dabei zu reden. Natürlich durfte die Verpflegung nicht fehlen und an der Mittagsstation gab es leckere Suppen zur Stärkung. Das Wetter hat auch mitgespielt und alle Gruppen haben den Stationslauf erfolgreich zu Ende bringen können.

Am nächsten Tag hatten wir uns etwas Besonderes für die Mädchen ausgedacht. Es war Verkehrtherum-Tag. Wir zogen unsere Kleidung falsch herum an, wir haben morgens “Gute Nacht“ gesagt, die Lagerrunde fand im ersten, statt im letzten Programmpunkt statt außerdem wurde erst gespült und dann gegessen. Einige Knispel gingen sogar rückwärts. Wir hatten eine Menge Spaß.

Am Freitag ging es bei uns bunt zur Sache. Wir veranstalteten ein Holi Festival. Dazu zerkleinerten wir bunte Kreide zu Pulver und warfen dies in die Luft. Da viele dazu ein weißes T-Shirt trugen sah das wirklich super aus!

Außerdem entwickelte sich an diesem Tag ein Lagertanz. Eine Leiterin brachte uns allen einen Zumba-Tanz bei. Dieser wurde dann bei jeder Gelegenheit getanzt.

Natürlich fanden auch zahlreiche Lagerrunden statt. Diese bereiteten je zwei Gruppen gemeinsam vor. Dazu saß das ganze Mädchenlager in einem Stuhlkreis. Da wir uns über das Wetter wirklich nicht beklagen konnten, fanden diese meist draußen statt. Wir sangen traditionelle Lagerlieder und spielten lustige Spiele.

Nachdem die Leiter die Knispel zwei Tage zuvor an der Nase herum geführt hatten und ihnen an beiden Tagen erzählten, es sei Schützenfest, war es dann am Sonntag wirklich so weit. Wir fuhren nach Fürstenberg in das JL, um dort unser Königs- und Geckpaar zu ermittelt. Bei einem spannenden Vogelschießen gelang es Dustin Leismann den Geck von der Stange zu holen. Er nahm Marielle Ludewig zur Geckin. König wurde schlussendlich Christopher Steinke. Er erwählte Emelie Suteu zur Königin. Mit Unterstützung des Musikverein Oeventrop gab es dann noch einen Umzug durch Fürstenberg.

Nachdem sich alle mit Würstchen vom Grill gestärkt haben, ging es weiter mit dem Gottesdienst und dem Schützenfestspiel.

Zurück im Mädchenlager angekommen verkündeten wir den Knispeln, dass der Abend ganz entspannt enden würde. Alle trugen ihre Matten in die Mitte der Halle und wir haben, passend zum Lager-Thema, den Film Aladin geguckt. Unsere Kochfrauen hatten für alle Popcorn vorbereitet. So ging auch dieser Tag gemütlich zu Ende.

Aufgrund des guten Wetters konnten wir den folgenden Tag im Freibad verbringen. So lässt es sich doch leben, oder?

Außerdem haben wir uns an anderen heißen Tagen noch mit Wasserspäßen abgekühlt. Es wurden Wasserbomben geworfen oder andere Wasserspiele gespielt. Auch das Duschen unter unserem Wasserschlauch tat bei dem Wetter wirklich gut.

Des Weiteren wurde an zwei Tagen mit vollem Einsatz Völkerball gespielt. Dies hat für eine Menge Spaß gesorgt.

Da sich die Mädchen für unsere Leiterspäße rächen wollten, bekamen wir am Montagabend eine Retourkutsche. Als wir gerade in unserer abendlichen Leiterrunde saßen, schrie unsere Nachtwache, die draußen am Lagerfeuer das Kreuz bewachte, plötzlich laut “Überfall“. Alle Leiter stürmten nach draußen und was sahen wir? Wir sahen nichts! Keine Kinder am Lagerfeuer, keine Ältesten am Ältestentisch, in der Halle kein Mucks. Nach ein paar Minuten des Entsetzens, kamen alle Kinder aus der Halle und hinter der Halle hervor und sangen “Knispelspäße, Knispelspäße, Hey, Hey!“ Damit hatten wir Leiter wirklich nicht gerechnet. Mit der Hilfe unserer Lagereltern hatten sich die Kinder wirklich als ein Team bewiesen und uns aufs Kreuz genommen. Großes Lob an euch!

Was natürlich nicht fehlen darf sind die Überfälle. Dieses Jahr hatten wir drei an der Zahl. Während bekannte Oeventroper und das Jungenlager versuchten unser Banner zu klauen, haben die Kinder alles getan, um sie daran zu hindern. Mit Erfolg! Wieder einmal konnten wir unser Lager beschützen und alle Überfäller wurden nass gemacht.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und hoffen, dass wir auch nächstes Jahr wieder auf euch zählen können.

Am Dienstag tauschten ML und JL die Leiter. Im Mädchenlager wurde zuerst das Leitersuchspiel gespielt. Hierbei versteckten sich alle Leiter im Ort und mussten von den Mädchen gefunden werden. Die Leiter verkleideten sich dafür z.B. als Koch, Maler oder Bauarbeiter.

Da das Wetter an diesem Tag auch wieder sehr sonnig war, gingen die JL-Leiter danach mit den Mädchen ins Freibad. Dort wurde erst geschwommen und geplantscht und noch eine Runde Scharade gespielt.

Manchmal passieren im Lager sehr verrückte Sachen. So feierten wir am Mittwochabend Silvester. Wir zählten einen Countdown runter und wünschten uns allen ein Frohes Neues Lagerjahr. Dazu schauten wir uns auf einer Leinwand eine Feuerwerkshow an und später gab es sogar noch ein kleines richtiges Feuerwerk.

Für unsere ältesten Knispel stand auch mal wieder der Hike auf dem Plan. Dazu wanderten diese, begleitet von drei Leitern, zu einer Hütte. Auf dem Weg versteckten sich unsere Lagereltern und erschreckten die Gruppe mit merkwürdigen Geräuschen. An der Hütte angekommen schliefen sie unter freiem Himmel. Natürlich gab es auch das bekannte Aldiroulette.

Am Donnerstagabend bereiteten unsere Ältesten die Lagerrunde vor. Jede Gruppe hatte eine Spielfigur auf einem Spielfeld. Das Spielfeld bestand aus den Kategorien Erklären, Zeichnen und Pantomime. Ein Spieler der jeweiligen Gruppe würfelte, zog ein Wort aus einem der drei Bereiche und musste dies vor seiner Gruppe umsetzen. Die Person, die das Wort richtig erraten hatte, durfte wieder würfeln. Die Gruppe, die als erstes am Ziel angekommen war, hatte gewonnen.

Und da war es schon wieder so weit, am Freitag wurde aufgeräumt. Tische wurden geschoben, Koffer gepackt und alles wieder an seinen Platz zurück gebracht. Wenn die Halle nach zwei Wochen Lager wieder aussieht wie eine Schützenhalle, ist das schon ein komischer Anblick.

Am letzten Abend wurde wieder das Lagergericht einberufen. Hierbei wurden Leiter, Köpfe, Lagereltern und Kochfrauen von den Ältesten für Ihre kleinen oder größeren Fehler “bestraft“.

Dann wurde es spannend für die Knispel. Am letzten Abend dürfen die Kinder in den Leiterraum, der sonst Sperrzone ist. Traditionell wird dann unser Schwein gesucht. Dieses Jahr hatten sie Glück und haben es gefunden. Im Tausch gegen das Schwein gab es einige Süßigkeiten für alle.

Und dann wurde es noch einmal richtig emotional. Um unsere Lagereltern Jacky und Peter für ein weiteres Lagerjahr zu überzeugen, hatten sich die Mädchen etwas tolles überlegt. Sie trugen ein Gedicht vor, in dem sie darum baten, dass die Beiden uns auch nächstes Jahr nochmal begleiten. Da floss auch die ein oder andere Träne.

Ob sich das wohl gelohnt hat? - Wir werden es beim Lagerfilm erfahren.

Dann war das Lager auch leider schon wieder vorbei. Nachdem der LKW beladen war ging es für alle wieder Richtung Oeventrop. Wir freuten uns auf Familie und Freunde und schauten auf zwei tolle Lagerwochen zurück.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten die uns das Lager wieder einmal so unvergesslich gestaltet haben. Danke an die Kochfrauen, Lagereltern, Überfäller und alle die uns geholfen haben. Wir schauen mit Freude auf das nächste Lagerjahr. Nächstes Jahr steht unser 50-jähriges Jubiläum an und wir hoffen, dass wir das Lager noch lange so erfolgreich weiterführen können.

In diesem Sinne: Lagerkind ein Leben lang!

AM