Pfarrer Ernst Thomas weiht die neuen KJG-Lager-Banner.

 

40 Jahre KJG-Ferienlager


Viele ehemalige Leiterinnen und Leiter, Köchinnen und Lagereltern feierten am Samstag, dem 6. Oktober 2007, zum Auftakt „40 Jahre KJG-Ferienlager Oeventrop“ einen fröhlichen Gottesdienst in der Pfarrk irche Heilige Familie. Konzelebranten waren mit Pfarrer Ernst Thomas die ehemaligen Vikare Anton Köster (80 – Pastor i.R.) und Otto Dalkmann (53 – jetzt Pastor in Sundern-Enkhausen).

Eigentlicher Begründer der Lagertradition ist Pastor Anton Köster. Ihm war es daher auch vorbehalten, statt einer „normalen“ Predigt einen heiteren Rückblick auf die Anfänge zu geben.

Pfarrer Ernst Thomas weihte dann zwei neue Banner, die die Pfarrgemeinde der KJG zum Geschenk gemacht hatte.

Ein großes Wiedersehensfest war dann der anschließende Lagertreff mit fast 400 Ehemaligen in der vom Leitungsteam „lagermäßig“ dekorierten Schützenhalle.

Eine große Fotoschau ließ dann noch einmal fast alle Lager im Bild Revue passieren.

 


 

Ins Lager mit Jogi und Tante Anna

 

Oeventrop. (uv) 40 Jahre Gemeinschaft, Spaß und Abenteuer im Ferienlager der KJG. Am Samstag, den 6. Oktober trafen sich Lagerleiter, Kochfrauen und Lagereltern zur großen Lagerfete in der Schützenhalle. Mittendrin: Initiator Pastor Anton Köster.

Von Helgoland bis zum Bodensee ging es auf Reise mit der Oeventroper KJG, doch das erste Lager fand im benachbarten Weninghausen bei Sundern statt. In der "Lagermesse" am Samstagabend in der kath. Pfarrkirche erzählte Pastor Anton Köster (Jogi), wie 1967 alles begann. Mit den beiden Kochfrauen Tante Anna (Kramer) und Mutter Maria Miese zogen rund 50 Messdiener nach Weninghausen in ein kleines Zeltdorf, das die belgischen Soldaten dort errichtet hatten. "Das erste Lager war sehr gut gelungen. Das sprach sich in Oeventrop herum", erinnert sich Köster. "Wir haben nie Schwierigkeiten gehabt, die Lager vollzubekommen."

Im Gegenteil, immer mehr Kinder wollten beim beliebten Ferienlager der KJG mit dabei sein. Und schnell wollten die Oeventroper Mädchen ihr eigenes Ferienlager. Bis auf wenige Ausnahmen, wie 1975 in Rurberg, fanden die Lager für die Mädchen und Jungen getrennt statt. Reiseziel war oft das Warburger Land, Unterkünfte meist Schützenhallen mit einfachem Luftmatratzenlager. Wichtig für die mitreisenden Kochfrauen war eine gut ausgestattete Küche. "Als das Kloster auf der Egge aufgelöst wurde, habe ich aufgepasst und die großen Pötte und die Gaskocher an Land gezogen."

Wespenstiche, Beinbrüche, Überfälle.... "In jedem Lager war ein Elternpaar, dass mit darauf achtete, dass alles glatt lief und die eine große Stütze für die Führungskräfte waren", so Köster. "Wenn die Teilnehmer wieder Zuhause waren, war ich heilfroh, wenn alles geklappt hatte." Die Durchführung der Lager sei nur durch die vielen Helfer möglich gewesen. "Ich freue mich, dass die Ferienlager in Oeventrop Fuß gefasst haben, und dass das, was von mir begonnen wurde, fortgesetzt wird", schloss Köster und wünschte Gottes Segen für die kommenden Ferienlager. Die Gemeinde dankte mit lang anhaltendem Applaus.

Die KJG ist in vielen Schützenhallen zu Gast gewesen. Am Samstag schlug sie in der Oeventroper Halle ihr Lager auf. Für "Knispel" war im Leiterzimmer kein Einlass. Doch viele der insgesamt rund 450 Ehrenamtlichen sind zunächst selbst als Knispel mitgefahren. Einmal infiziert vom Lagervirus, waren sie meist über viele Jahre aktiv im Leitungsteam. So wie Klaus Büenfeld (Grete), der zunächst als Teilnehmer, dann als Gruppenleiter und später mit Ehefrau Katharina als Lagereltern mit ins Lager fuhr.

Büenfeld brachte Anfang der 70er Jahre die Bezeichnung "Knispel" ins Spiel. Bis heute werden die teilnehmenden Kinder so genannt. Eine Fotoshow erinnerte an 40 Jahre Ferienlagerzeit und bot viel Gesprächsstoff.

Dank wurde den Initiatoren der Lagerfete - Björn Flasbart, Jürgen Kramer und Sebastian Rocholl - ausgesprochen, die mit vielen Helfern das Wiedersehen organisiert hatten.

 

Westfalenpost vom 9.10.2007